Der Verein "Initiative Jugend- und Kulturzentrum Stockumer Schule e.V."

Der Trägerverein des Jugend- und Kulturzentrums ist der fast gleichnamige Verein „Initiative Jugend- und Kulturzentrum Stockumer Schule e. V.“, welcher Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) ist.

Die Besonderheit dieser Jugendfreizeiteinrichtung liegt in der Organisationsstruktur des Hauses: Es gilt das Prinzip der Selbstverwaltung. Dies gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, bei allen den Verein betreffenden Fragen sich einzubringen und mitzubestimmen. Über die Hausverwaltungen und Vollversammlungen können die Mitglieder in diesen Gremien Einfluss auf die Arbeit im Jugendheim und seine Angebote nehmen. Das heißt, Jugendliche gestalten ihre Freizeit selbst im Rahmen der Möglichkeiten des Hauses. Wünsche und Trends können ad hoc angebracht und angegangen werden.

Selbstverwaltung bedeutet aber auch ein großes ehrenamtliches Engagement und Verantwortung. In der Stockumer Schule ist dieses insbesondere in Form von Betreuung der Öffnungszeiten, Programmgestaltung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und besonderen Projekten, u. v. m. gefragt. Aber auch unliebsamere Aufgaben wie Verwaltungsarbeiten, Aufräum- und Renovierungsmaßnahmen, technische Wartung etc. müssen in Eigeninitiative angegangen werden.

Das Jugendliche dazu bereit sind, sich diesen Anforderungen zu stellen, zeigt sich im langjährigen Bestehen der Stockumer Schule.

 

Die „Initiative Jugendheim Voerde“ traf sich erstmalig am 25. Oktober 1979.

In Voerde und Umgebung waren Freizeitangebote Mangelware und viele Jugendliche wünschten sich einen Treffpunkt zur kreativen Freizeitgestaltung.

"Nach fast zweijährigem Kampf mit der Obrigkeit" stellte die Stadt Voerde im Juni 1981 ein altes Dorfschulgebäude und 40.000 DM für das Projekt zur Verfügung. Nach langen, eigenhändig durchgeführten Renovierungsarbeiten wurde die Stockumer Schule am 19. März 1982 von der Initiative eröffnet und dann schnell mit Leben gefüllt. Da die Stadtverwaltung zunächst „skeptisch“ auf die Pläne der Initiative reagierte,alternative Jugendarbeit zu leisten, war es anfangs schwierig, Veranstaltungen wie Konzerte und Parties reibungslos durchzuführen.Über mehrere Jahre hinweg gab es einen Rechtsstreit mit der Nachbarschaft, die sich besonders bei größeren Veranstaltungen in ihrer Ruhe gestört fühlte. Auch die Voerder Bevölkerung war skeptisch. Die „Stockis“ vermuteten, aufgrund mangelnden Interesses, wenig Vertrauen in chaotische Jugendliche und wenig Informationen über die Arbeit, die geleistet wurde.

Im Laufe der Zeit hat die Stockumer Schule Erfahrungen gesammelt, die Stadt wurde toleranter und das Angebotsprogramm stetig erweitert und verbessert, sodass die Stockumer Schule über Voerdes Grenzen hinaus ein interessanter Anziehungspunkt für Gäste aller Altersgruppen wurde.