Ein außergewöhnliches Projekt der Stockumer Schule in Voerde führte in den Osterferien knapp ein Dutzend Jugendliche in eines der faszinierendsten Länder der Welt: Nepal. Ihr Ziel war es, beim Aufbau eines Jugendzentrums zu helfen – und dabei selbst unvergessliche Erfahrungen zu sammeln.
Ankunft in einer anderen Welt
Die Reise begann mit dem Eintauchen in den pulsierenden Alltag der Hauptstadt Kathmandu – mit ihrem chaotischen, aber lebendigen Straßenverkehr, den farbenprächtigen Tempeln und dem unverkennbaren Duft der Stadt. Von dort ging es mit dem Bus in einer achtstündigen Fahrt durch atemberaubende Landschaften ins 200 km entfernte Pokhara, der zweitgrößten Stadt Nepals.
Ein Sommercamp als Herzstück des Austauschs
In Pokhara traf die Gruppe im Rahmen eines Summercamps auf viele nepalesische Jugendliche. Das Camp hat eine besondere Geschichte: Sein Leiter und Organisator war vor einigen Jahren auf Einladung von Peter Laumen, dem pädagogischen Leiter der Stock, in Deutschland und der Stockumer Schule zu Gast und lernte dort die Offene Jugendarbeit kennen – ein Konzept, das es in Nepal bis dahin nicht gab. Seitdem arbeitet er beharrlich daran, ein Jugendzentrum in Nepal zu etablieren. Nach vielen gescheiterten Finanzierungsversuchen konnte der Austausch nun endlich Wirklichkeit werden.

Workshops, Workshops, Workshops – und noch viel mehr
Im Mittelpunkt des Camps standen zahlreiche Workshops, in denen die Voerder Jugendlichen zeigten, wie Jugendarbeit in der Stockumer Schule funktioniert. Musikworkshops, kreative Angebote, Graffiti, Darts und Kicker – vieles davon war für die nepalesischen Teilnehmenden völlig neu.
Besonders der Kicker sorgte für Begeisterung: Er war bereits im vergangenen Jahr durch eine Spendenaktion der Stockumer Schule angeschafft worden und gilt als eines der ersten Geräte dieser Art in ganz Nepal. 
Doch der Austausch war keine Einbahnstraße. Die nepalesischen Jugendlichen gaben ebenso viel zurück und vermittelten ihren deutschen Gästen ein tiefes Gefühl für Land, Leben und Kultur. Begeisterte Tanzsessions verbanden traditionelle nepalesische Tänze mit HipHop-Moves aus Deutschland. Dazu kamen Meditationskurse und eine Einführung in Taekwondo – Begegnungen auf Augenhöhe, die Brücken zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten bauten.
Wandern über den Wolken
Ein besonderes Highlight war eine Hiking-Tour zum Australian Camp auf 2.060 Metern Höhe. Von dort oben bot sich den Jugendlichen ein atemberaubender Panoramablick auf einige der höchsten Berge der Welt – ein Moment, den so schnell niemand vergessen wird.
Was bleibt – und was noch kommt
Die drei Wochen vergingen wie im Flug. Doch der Geist des Austauschs soll weiterleben: Die Jugendlichen wünschen sich ausdrücklich eine Fortsetzung – und hoffen auf einen Gegenbesuch der nepalesischen Freunde im Jahr 2027 an der Stockumer Schule.
Wer mehr erfahren möchte, hat bald Gelegenheit dazu: In Kürze veranstaltet die Stockumer Schule einen Nepalabend, bei dem die Jugendlichen Fotos zeigen, von ihren Erlebnissen berichten und kulinarische Köstlichkeiten aus Nepal servieren werden. Ein Abend, der Lust auf mehr macht.




